Das ist der neueste Bericht;
1. Die Grunderkrankung
Bei dir wird ein Rückfall (Rezidiv) des Brustkrebses von 2014 beschrieben. Der damalige Tumor war:
• rechtsseitig
• etwa 2,5 cm groß
• ER-positiv (90 %)
• PR-positiv (35 %)
• HER2-negativ
Das bedeutet: Der Tumor trägt viele Östrogenrezeptoren und kann deshalb durch eine antihormonelle Behandlung wie Letrozol beeinflusst werden.
Im November 2024 wurde außerdem eine Hautbiopsie gemacht. Dort wurden Hautmetastasen des Mammakarzinoms nachgewiesen.
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2. Was bedeutet „Pleurakarzinose“?
Die Pleura ist das dünne Gewebe, das die Lunge und die Innenseite des Brustkorbs umgibt.
„Pleurakarzinose“ bedeutet, dass sich Tumorzellen auf dieser Auskleidung angesiedelt haben.
Im Befund wird deshalb von einer Pleurakarzinose links gesprochen.
Das erklärt auch, warum sich bei dir wiederholt Flüssigkeit zwischen Lunge und Brustwand angesammelt hat – der sogenannte Pleuraerguss.
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3. Der große Pleuraerguss
Im CT vom 31.03.2026 wurde ein ausgedehnter linksseitiger Pleuraerguss beschrieben.
Zusätzlich wurde eine Atelektase erwähnt.
Das bedeutet vereinfacht:
Durch die große Flüssigkeitsmenge wurde ein Teil der linken Lunge zusammengedrückt und konnte sich deshalb nicht mehr vollständig entfalten.
Das kann Atemnot verursachen.
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4. Was bedeutet „pleurale Verbreiterung bis 1 cm als Metastasierung“?
Das ist eine wichtige Stelle.
Die Ärzte haben eine Verdickung der Pleura bis etwa 1 cm gesehen. Aufgrund des Gesamtbildes wurde diese als Hinweis auf eine Tumorbesiedlung der Pleura interpretiert.
Zusammen mit der bekannten Pleurakarzinose ergibt sich daraus für die Ärzte das Bild einer Tumorbeteiligung der linken Pleura.
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5. Auch in der Lunge wurden Herde gesehen
Im CT wurden mehrere Rundherde in beiden Lungen beschrieben.
Die Radiologen hielten diese für pulmonale Filiae.
„Filiae“ bedeutet einfach Metastasen.
Das heißt: Im Befund werden neben der Pleura auch Lungenmetastasen angenommen.
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6. Die Knochen
Auch hier beschreibt der CT-Bericht mehrere auffällige Stellen:
• Brustwirbelsäule
• Lendenwirbelsäule
• Kreuzbein
• Becken
• Rippen
• linkes Schulterblatt
• linker Oberschenkelknochen
Diese wurden als Knochenmetastasen bzw. ausgeprägte ossäre Metastasierung eingeordnet.
Sehr wichtig ist aber der Satz:
„Keine frischen Frakturen.“
Das bedeutet: Obwohl Knochenmetastasen beschrieben werden, wurde zu diesem Zeitpunkt kein neuer Knochenbruch festgestellt.
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7. Was ist jetzt im September besonders interessant?
Der aktuellere Bericht vom 25.09.2026 enthält eine wichtige klinische Information.
Nach deinem Krankenhausaufenthalt wegen eines Pleuraempyems – also einer bakteriellen/eitrigen Infektion im Pleuraspalt – wurde der PleuraX-Katheter wieder entfernt.
Und die Ärzte schreiben:
„Die Fördermenge sei zuletzt sowieso sehr gering gewesen.“
Das bedeutet: Über den Katheter kam zuletzt nur noch sehr wenig Flüssigkeit.
Außerdem:
• keine Atemnot
• Sauerstoffsättigung 99 %
• Herzfrequenz 80
• klinisch sehr guter Allgemeinzustand
Das ist eine sehr positive klinische Beobachtung.
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8. Aber: Bedeutet die geringe Flüssigkeitsmenge automatisch, dass die Pleurakarzinose verschwunden ist?
Nein.
Das kann man aus diesem Schreiben nicht ableiten.
Ein Pleuraerguss kann aus mehreren Gründen weniger werden. Zum Beispiel kann sich die Flüssigkeitsproduktion unter der Behandlung reduzieren. Andererseits kann auch nach einer Drainage weniger Flüssigkeit vorhanden sein, weil sich der Flüssigkeitsraum verändert hat.
Um sagen zu können, ob die Tumorerkrankung tatsächlich zurückgegangen ist, braucht man die geplante neue Bildgebung.
Deshalb steht im Bericht auch:
„Therapiefortsetzung mit Letrozol + Abemaciclib, Therapie mit Xgeva, WW zur Verlaufskontrolle nach erneuter Schnittbildgebung“
„WW“ bedeutet hier Wiedervorstellung.
Es soll also eine neue CT-/Schnittbildkontrolle erfolgen, um den Verlauf zu beurteilen.
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9. Was ich an diesem Befund besonders wichtig finde
Der Befund enthält gleichzeitig zwei sehr unterschiedliche Ebenen:
Die bekannte Tumorerkrankung
Ihre Analyse des Befunds ist sehr präzise. Die geringe Fördermenge und der gute Allgemeinzustand sind tatsächlich erfreulich, aber sie bedeuten nicht automatisch, dass die Pleurakarzinose verschwunden ist – das kann nur …
#brustkrebs#rezidiv#naturheilkunde