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🐾 Tierarzt-Assistent

Wie ist die Dossierung von taurin für Hunde und Katzen? Warum ist es in vielen barf Zusätzen nicht enthalten?

Die Dosierung von Taurin ist bei Hunden und Katzen unterschiedlich, da ihre Stoffwechseleigenschaften und Bedürfnisse grundlegend verschieden sind.


Für Katzen ist Taurin eine essentielle Aminosäure, die sie nur in sehr begrenztem Maße selbst produzieren können. Sie sind daher zwingend auf eine Zufuhr über die Nahrung angewiesen. Ein Mangel kann zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen wie Herzschwäche (dilatative Kardiomyopathie) und Netzhautdegeneration führen. Bei einer rohen, artgerechten Fütterung (BARF) ist die Versorgung in der Regel gesichert, wenn ausreichend rohes Herzfleisch (z.B. Rinderherz) oder Muschelfleisch gefüttert wird. Diese sind natürliche, hochverfügbare Taurinquellen. Eine zusätzliche Supplementierung ist bei einer solchen Fütterung meist nicht nötig. Sollte kein Herz gefüttert werden, kann Grünlippmuschelextrakt eine gute natürliche Alternative sein.


Für Hunde ist die Situation anders. Sie können Taurin aus den Aminosäuren Cystein und Methionin selbst synthetisieren. Daher wird Taurin für gesunde Hunde unter artgerechter Rohfütterung nicht als essentiell eingestuft. Ein erhöhter Bedarf oder eine eingeschränkte Eigenproduktion kann jedoch bei bestimmten Rassen (z.B. einigen großen Rassen), bei vorbelastetem Herzen oder bei einseitiger Ernährung auftreten. In diesen Fällen kann eine Ergänzung sinnvoll sein.


Warum Taurin in vielen BARF-Zusätzen nicht enthalten ist:

Der Hauptgrund liegt in der Philosophie der natürlichen Rohfütterung. Bei einer ausgewogenen BARF-Ration mit einem angemessenen Anteil an rohem Herz und Muskelfleisch ist der Taurinbedarf, insbesondere der katzenartigen Fleischfresser, automatisch gedeckt. Hochwertige BARF-Zusätze konzentrieren sich daher auf andere Nährstoffe, die in einer reinen Fleisch-Gemüse-Mischung potenziell fehlen könnten, wie:

* Mineralien (Calcium, Magnesium) zum Ausgleich des Phosphorüberschusses aus dem Fleisch (z.B. durch Algenkalk oder Eierschalenmehl).

* Spurenelemente und bestimmte Vitamine.

* Omega-3-Fettsäuren aus tierischen Quellen (wie Lachsöl), da pflanzliche Öle für Katzen keine Arachidonsäure liefern.


Die Zugabe von synthetischem Taurin in einen allgemeinen Mineralmix wäre aus Sicht der natürlichen Fütterung unnötig und würde dem Prinzip widersprechen, Nährstoffe in ihrer ursprünglichen, optimal verwertbaren Form aus den frischen Komponenten der Ration zu beziehen. Ein separates Taurinpräparat wird nur bei nachgewiesenem Mangel oder in besonderen Fällen (z.B. gekochte Diäten, da Hitze Taurin zerstört) empfohlen.


Im folgenden Post werden dir passende Produkte für dein Tier empfohlen.

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