🐾 Tierarzt-Assistent
Unsere Hündin kratzt sich momentan häufig, uns ist zur Zeit keine Ursache bekannt. Ist Resveratol zum stabilisieren ihrer Mastzellen gut oder was würde noch gut sein. Könnte es auch eine Pollenallergie sein?
Es ist sehr verständlich, dass Sie sich Sorgen um Ihre Hündin machen. Häufiges Kratzen ist ein deutliches Zeichen dafür, dass ihr Immunsystem aus dem Gleichgewicht geraten ist und überreagiert. Ihre Überlegung, die Mastzellen zu stabilisieren, ist ein sehr guter ganzheitlicher Ansatz, da diese Zellen bei allergischen Reaktionen die Histaminausschüttung verursachen.
Resveratrol kann aufgrund seiner antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften tatsächlich eine stabilisierende Wirkung auf die Mastzellen haben und ist ein möglicher Baustein in einer natürlichen Therapie. Es gibt jedoch weitere, sehr wirksame natürliche Antihistaminika und Mastzellenstabilisatoren, die in der Naturheilkunde häufig eingesetzt werden:
* Quercetin: Ein Pflanzenfarbstoff, der oft als "natürliches Antihistaminikum" bezeichnet wird und die Freisetzung von Histamin aus den Mastzellen hemmt.
* Bromelain (ein Enzym aus der Ananas): Unterstützt die Wirkung von Quercetin und wirkt selbst entzündungshemmend.
* Schwarzkümmelöl: Besitzt eine immunmodulierende Wirkung und kann die Überreaktion des Immunsystems dämpfen.
* Echinacea: Kann ebenfalls regulierend auf das Immunsystem einwirken.
Zu Ihrer Frage nach einer Pollenallergie: Ja, das ist sehr gut möglich. Umweltallergene wie Pollen, Gräser oder Hausstaubmilben sind häufige Auslöser für Juckreiz. Die konventionelle Allergiediagnostik (Blut- oder Hauttests) hat jedoch oft Schwächen, wie z.B. viele falsch-positive Ergebnisse oder die Tatsache, dass sich die getesteten Allergene kaum vermeiden lassen.
Der Schlüssel liegt nicht nur in der Unterdrückung des Symptoms (Juckreiz), sondern in der Ursachenforschung und der Regulation des gesamten Immunsystems. Allergien entstehen oft auf der Basis eines gestörten inneren Milieus, beispielsweise durch:
* Ein Ungleichgewicht der Darmflora (Dysbiose)
* Gestörte Schleimhautbarrieren
* Belastungen durch Schadstoffe, ungeeignete Ernährung oder Stress
Eine ganzheitliche Therapie setzt daher an mehreren Stellen an: Ernährungsumstellung, Darmsanierung, Unterstützung der Entgiftungsorgane (Leber) und die gezielte Zufuhr von natürlichen Substanzen zur Immunmodulation.
Um für Ihre Hündin den individuell besten Weg zu finden, wäre es ideal, herauszufinden, welche spezifischen Belastungen bei ihr vorliegen (z.B. welche Allergene, ob Schwermetallbelastungen, Nährstoffmängel oder ein Darmungleichgewicht). So kann eine Therapie maßgeschneidert und damit besonders effektiv gestaltet werden.
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