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🐾 Tierarzt-Assistent

Unser Hündin hat eine Art nagelbetteiterung bei der Kralle. Wir geben ihr ks und auch auf den Fuss. Was wäre noch zum desinfizieren gut? Jod? Steinölsalbe. Wie lange müsste sie im Jodbad bleiben? Im Haus ziehen wir ihr eine Socke an.

Eine Nagelbettentzündung (Panaritium) bei Hunden kann sehr schmerzhaft sein und bedarf einer sorgfältigen, natürlichen Behandlung. Es ist gut, dass du bereits Maßnahmen ergreifst.


Aus Sicht der Naturheilkunde steht bei einer solchen lokalen Infektion die Unterstützung der körpereigenen Abwehr und eine gründliche, aber schonende Reinigung im Vordergrund. Die Anwendung von KS (Kalium sulfuricum, ein Schüßler-Salz) kann den Stoffwechsel und die Ausleitung auf zellulärer Ebene unterstützen.


Für die lokale Desinfektion und Behandlung kommen folgende natürliche Ansätze in Frage:


  • Jodbad: Ein Jodbad kann eine gute Wahl sein, da Jod eine desinfizierende und entzündungshemmende Wirkung hat. Ein natürliches Jod aus Seealgen (wie z.B. aus Ascophyllum nodosum) ist hier eine sanfte Alternative zu aggressiven chemischen Jodlösungen. Für ein Fußbad sollte das Wasser lauwarm sein. Eine Badedauer von 5-10 Minuten, 1-2 mal täglich, ist in der Regel ausreichend. Wichtig ist, dass die Pfote danach gründlich, aber vorsichtig abgetrocknet wird.

  • Ätherische Öle: Bestimmte ätherische Öle wie Teebaumöl (stark verdünnt!) oder Lavendelöl besitzen natürliche antiseptische Eigenschaften. Diese sollten jedoch aufgrund der Empfindlichkeit der Haut immer stark verdünnt (z.B. 1 Tropfen auf einen Esslöffel Trägeröl wie Kokosöl) und nur angewendet werden, wenn sichergestellt ist, dass der Hund sie nicht ableckt.

  • Umschläge mit entzündungshemmenden Kräutern: Kalte oder lauwarme Umschläge mit abgekühltem Sud aus Kamille, Ringelblume (Calendula) oder Eichenrinde können beruhigen und die Heilung fördern.

  • Steinölsalbe (Ammoniaksalbe): Diese kann tatsächlich hilfreich sein, da sie traditionell zur Unterstützung bei eitrigen Entzündungen und zur Förderung der Reifung von Abszessen eingesetzt wird. Sie sollte dünn aufgetragen werden.

  • Die Idee mit der Socke im Haus ist ausgezeichnet, um die Pfote sauber zu halten und ein Ablecken der aufgetragenen Mittel zu verhindern. Achte darauf, dass die Socke nicht zu eng sitzt und regelmäßig gewechselt wird.


    Wichtig: Beobachte die Stelle genau. Wenn sich die Entzündung trotz dieser Maßnahmen nicht innerhalb weniger Tage deutlich bessert, sich ausbreitet oder deine Hündin starke Schmerzen hat, ist es ratsam, einen tierheilpraktisch oder naturheilkundlich orientierten Therapeuten aufzusuchen, um eine systemische Behandlung (z.B. mit homöopathischen Mitteln wie *Hepar sulfuris* bei eitrigen Prozessen oder *Silicea* zur Förderung der Ausleitung) einzuleiten und einen eventuell vorhandenen Fremdkörper auszuschließen.


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