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🐾 Tierarzt-Assistent

Mein Hund isst momentan nur selbstgemachte Hähnchen und Reis was kann ich hinzufügen damit er alle Nährstoffe enthält die wichtig sind welche ole zb

Es ist sehr gut, dass du deinen Hund mit selbstgemachtem Futter ernährst. Eine reine Diät aus Hähnchen und Reis deckt auf Dauer jedoch nicht den gesamten Nährstoffbedarf eines Hundes ab und kann zu Mangelerscheinungen führen. Hier sind die wichtigsten Punkte, die du ergänzen solltest, um eine ausgewogene, artgerechte Ernährung zu gewährleisten:


### 1. Kalziumquelle (absolut essentiell!)

Hähnchenfleisch ist sehr phosphorreich. Ohne einen Kalziumausgleich entsteht ein gefährliches Ungleichgewicht, das langfristig zu schweren Knochenproblemen und Nierenbelastung führt.

* Ideale Lösung: Rohe, fleischige Knochen (z.B. Hühnerhälse, -flügel). Achte darauf, dass sie für die Größe deines Hundes angemessen sind und er sie sicher zerkauen kann.

* Alternative bei Knochenunverträglichkeit oder für den Anfang: Eine reine Kalziumquelle wie Eierschalenpulver. Dies ist besonders wichtig für Welpen, ältere oder nierenkranke Hunde.


### 2. Innereien (für Vitamine und Spurenelemente)

Innereien sind die natürliche Vitamin- und Nährstoffbombe in der Beute.

* Leber: Enthält Vitamin A, D, E, K, B-Vitamine, Eisen und Kupfer. Max. 5% der Gesamtfuttermenge.

* Andere Innereien: Herz (ist Muskelfleisch, aber reich an Taurin), Niere, Milz. Insgesamt sollten Innereien etwa 10-15% der Fleischportion ausmachen.


### 3. Pflanzliche Komponenten & Ballaststoffe

Hunde können Nährstoffe aus pflanzlicher Kost verwerten, besonders wenn sie püriert oder gedünstet werden (aufgeschlossene Zellwände).

* Gemüse: Karotten, Zucchini, Kürbis, Spinat, Sellerie, grünes Blattgemüse.

* Obst in Maßen: Apfel, Beeren.

* Kräuter: Petersilie, Brennnessel, Löwenzahn (fein gehackt oder getrocknet).


### 4. Hochwertige Fette & Omega-3-Fettsäuren

Hähnchenfleisch enthält oft zu viele entzündungsfördernde Omega-6-Fettsäuren. Ein Ausgleich mit Omega-3 ist entscheidend für Haut, Fell, Gelenke und das Immunsystem.

* Tierische Omega-3-Quellen: Lachsöl oder Krillöl. Hunde können pflanzliche Omega-3-Quellen (Leinöl) nur sehr schlecht in die benötigten Fettsäuren (EPA/DHA) umwandeln.

* Andere gesunde Fette: Kaltgepresstes Hanföl, Kokosöl (in kleinen Mengen).


### 5. Mineralien & Spurenelemente

Auch bei abwechslungsreicher Fütterung kann eine Grundversorgung mit Mineralien sinnvoll sein, besonders wenn das Fleisch aus konventioneller Haltung stammt.

* Eine ausgewogene Mineralstoffmischung auf natürlicher Basis (z.B. mit Algenkalk, Bierhefe, Seealgenmehl) kann Lücken schließen.


### 6. Abwechslung in der Proteinquelle

Dauerhaft nur ein Fleisch (hier Hähnchen) zu füttern, kann zu Unverträglichkeiten führen. Versuche nach und nach, andere Fleischsorten einzuführen, z.B. Rind, Pferd, Lamm oder Wild.


### Praktischer Wochenplan-Ansatz (Beispiel):

* Fleischbasis: 70-80% (davon: 50% Muskelfleisch wie Hähnchenbrust, 15% rohe fleischige Knochen, 10% Leber, 5% andere Innereien wie Herz/Niere).

* Pflanzlicher Anteil: 20-30% (püriertes Gemüse, etwas Obst, Kräuter).

* Zusätze: Täglich Eierschalenpulver (wenn keine Knochen gefüttert werden), **Lachs-/Krill

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